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Vogel ins Haus. Ich heirathete den alten Krüppel, daßer für uns arbeiten, uns Geld verdienen sollte; kaum aberhatt' ich ihn ein halbes Jahr, da begab sich der fauleSchuft zur ewigen Ruhe, und ließ mir den Balg auf demHalse. War das nicht ordentlich boshaft?"
„Allerdings!" riefen die Brüder, und gingen mit ihrenAngelruthen an den Fluß, um sich bis zum Essen die Zeitzu vertreiben.
In der Mittagsstunde trat Therese mit Furcht undZittern ins Haus. Sie trug unter den Armen zwei großeBündel Holz, deren Gewinn ihr blutsauer geworden war.Aber Sibylle fuhr ihr entgegen: „Mehr bringst du nicht?Das ist ja nur eine Hand voll!"
Therese versicherte mit Thräncn, daß sie mit demstumpfen Werkzeuge nicht mehr habe ausrichten können,und zeigte ihre wund gearbeiteten Hände. Dennoch wardsie ein Faulthier gescholten, unbarmherzig geschlagen, undihr angekündiget, daß sie diesen Mittag zur Strafe fastensolle.
Die Brüder kamen nach Hause, setzten sich mit der Mut-ter zu Tisch, und verspotteten die arme Therese, diehungernd in ihrem Winkel saß. Am Ende der Mahlzeitsuchte Sib plle eine verschimmelte Rinde aus dem Brod-schranke hervor, und warf sie ihr, wie einem Hunde, zu.So gestärkt, mußte sic nachher schwere Hausarbeiten ver-richten, und ward immer dabei geschimpft und geschlagen.Ihre Brüder aber begaben sich ins Wirthshaus, und ver-spielten und vertranken die empfangenen Gulden.
Diesem Tage glich die ganze Woche. Therese wardjeden Morgen um fünf Uhr mit dem unnützen Messer in