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müthigcn Knaben auslicß und ihn gemeiniglich mit Stichel-reden und hämischen Streichen so lange »eckte, bis er endlichin Harnisch gericth und dann wohl gar, ohne sich vorherin einen Wortkricg cinzulasscn, dem kleinen Plagegeistethätlich zu Leibe ging. Doch kaum war der erste Schlaggeschehen, so gereute ihn sein Zorn und er bot die Handzur Versöhnung. Matchen kroch eine Weile zum Kreuze,allein bald brach sie wieder den Frieden. So ging eseinen Tag wie den andern.
Die Väter sahen und hörten den endlosen Zwiespalt derKinder und überzeugten sich daraus, daß ihre Gcmüthernicht für einander geschaffen waren; doch ließen ste sichdadurch in ihrem Plane nicht stören. „Die Krabben,"sagte der Commerzienrath, „sollen sich ja nicht lieben; siesollen sich nur heirathen. Ihr Geld wird sich schon zu-sammen vertragen." — Der Hofcommissär war ganz sei-ner Meinung.
In den Jahren, da sich die Liebe in jugendlichen Her-zen anzumeldcn pflegt, machte das Gefühl der Unschicklich-keit ihren kindischen Fehden ein Ende; doch wurden siedeswegen keine bessern Freunde. An die Stelle des lautenGezänks trat stiller Kaltsinn. Sic suchten sich eben sowenig auf, als sie sich auswichen, und konnten halbe Tagein einer Gesellschaft beisammen scpn, ohne mit einanderein Wort zu sprechen. Matchen unterhielt lieber den Zir-kel ihrer Freundinnen mit Spöttereien über den Junkerund schalt ihn einen Klotz. Er war zu gutmüthig, vonihr übel zu sprechen; aber im Herzen nannte er sie eineeitle Thörin, und fand bisweilen, wenn er sie mit cllen-hvhen Federbüschen und anderem übertriebenem Kleider-prunk auf der Gasse stolziren sah, zwischen ihr und einemPfau oder einem aufgepntzten Schlittenpferde viel Aehn-