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hinkt! Rasche, hochherzige Weiber sind hcrrschsüchtig undverbinden sich deshalb gern mit frommen, muthlosen Män-nern/' —
Glauben und thun Sie, was Sie wollen! sprach HerrVeilchen und griff nach seinem Hute: Ich verliere beiIhrem Wagestück nichts, und gewinne vielleicht dabei,wenn es wider meine Erwartung gelingen sollte. WirdMatchen dadurch meine Gattin, so rechnen Sie auf unsereErkenntlichkeit!
„Topp! ich halte Sie bei Ihrem Worte!" rief der Wirth:„Denn auf einen Kuppelpelz ist cs abgesehen." —
Er knüpfte nun ein Gespräch mit dem Junker an, dernoch bei den Uebcrrestcn des Nachtisches verweilte. Doch,ehe wir dem ehrlichen Jungen eine zweite Braut ausschwa-tzen lassen, wollen wir zuvor melden, wie er mit der er-sten stand.
Sechstes Kapitel.
Herr Veilchen bekommt Schläge und geräth darüber inBegeisterung.
Junker Fritz und Matchen Falkner hatten und zeigtenvon Kindheit an eine natürliche Abneigung gegen einan-der. Dennoch wurden sie fast täglich zusammengeführt,weil sie von ihren Eltern schon in der Wiege zu Ehegat-ten bestimmt waren. Sie vertrugen sich bei ihren Spielen(zu denen sie oft erst durch Schcltworte gezwungen wer-den mußten) wie Hund und Katze. Fritz fing nie Hän-del an und gab auch immer gern nach; aber Malchenwar ein naseweises, von sich eingebildetes, zänkisches Ding,das alle seine wetterwendischen Launen gegen den sanft-