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Feldpredigers, der sich ihres fähigen Kopfs und ihrer Lern-begicrde freute und sie ganz wie einen Knaben erzog. Sieward bald der Feder so mächtig, daß sie bei ihrem Vaterdas Amt eines Geheimschreibers versehen konnte. Daswar dem alten, der Schule früh entlaufenen Husaren einwillkommener Dienst, weil er den Säbel besser, als denGänsekiel zu handhaben verstand und lieber zu einem Ge-fechte ritt, als sich an den Schreibetisch setzte. Er unter-richtete sic dagegen in der Reitkunst, und schon in ihremfünfzehnten Jahre war ihr kein Pferd mehr zu wild.
Ihre edle, schlanke Gestalt, ihre einnehmende Gesichts-bildung und ihr freier und ungezwungener Anstand mach-ten sie zu einem sehr schönen Mädchen, und es mangeltedaher nicht an jungen Männern, die Liebe für sie fühlten.Aber ihr Herz war von Gegenempfindungcn leer, und siewies einige vorthcilhaste Heirathsanträge zurück, weil sienicht — wie sie sich gegen ihren Vater ausdrückte — eineSklavin werde» wollte.
Sie war ein und zwanzig Jahr alt, als Plötzlich derTod, der sich in so mancher Schlacht an ihren Vater nichtgewagt hatte, in seinem friedlichen Standquartier erschienund ihn den Marsch in jene Welt antreten hieß. Demgrauen Helden schien cs höchst unanständig, auf einemandern Bette, als'dem Bette der Ehre, zu sterben, under fluchte deßhalb dem Tode alle Teufel auf den Hals.Allein cs half nichts; er mußte fort. Mit schon gelähmterZunge rieth er seiner Tochter, sich zu seinem Bruder zubegeben, der in einem benachbarten Lande als Obersteraußer Diensten lebte.
Der Major hatte sich nichts abgehen lassen und seinerSchwadron viel Gutes gethan; sein Nachlaß war als»unbedeutend, und Philippine mußte sich entschließen, ihren
Laugbein's chmmrl. Schr. XI. Bd. 10