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die in ihrem Leben keinen solchen Künstler gesehen hatten,erhoben ein lautes Beifallsgeschrei und lockten damit dieLakaien und Zofen aus dem herrschaftlichen Schlosse. DerTänzer griff sich jetzt doppelt an. „Ach, ein allerliebstesThier!" rief ein Kammermädchen, und flog die Schloß-treppc wieder hinauf, um die seltne Erscheinung ihrer Ge-bieterin zu melden.
Einige Wochen früher wäre die Baronin wahrscheinlicheines Hundes wegen nicht vom Stuhl aufgcstanden; aberdie Vorsicht ihres Gemahls hatte ihr diese Gattung vonHausthicren — die in manchen Familien den Rang überden Hausfreunden haben — bekannt und werth gemachtund sic eilte deshalb sogleich an ein Fenster. Bernhardsah sie und bebte, wie von ihrem Anblick geblendet, einigeSchritte zurück; aber niemand achtete seiner. Man wußtebis jetzt noch nicht, daß er und der Hund Gesellschafterwaren.
Die junge Dame ergötzte sich an den künstlichen Sprün-gen des kleinen Tänzers; besonders aber reizte sie dasseltene Farbcnspicl seines Kleides zum Wunsch einer nä-hern Bekanntschaft. Sie befahl, ihn herauf zu holen.
Der abgefertigte Diener lockte mit der Zunge, schnalztemit den Fingern und zeigte sogar ein Stückchen Zucker-brod; allein das Hündchen folgte diesen Einladungen nicht.Da wollte denn der Lakai kurze Umstände mache» und esgleichsam bei den Haaren zur Tafel ziehen; es entschlüpftejedoch seinen Händen und flüchtete zu dem Ritter, der inder Ferne stand und den Hut tief in die Augen gedrückthatte.
Der Lakai maß ihn von oben bis unten mit verächtli-chen Blicken, trat ihm in einer übermüthigcn Stellung(welche dieser Menschenart eigen ist, wenn sich ihr schim-