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bende Hand und lenkte sie auf das Puppengesicht. Nestorzog sie schnell und bestürzt zurück, als ob er in glühendeKohlen gegriffen hätte, und starrte mit einer höchst einfäl-tigen Miene den freundlichen Greis an. Länger konntesich Leopoldine nicht zähmen: sie lachte ganz ausgelassen.Aber ihre Schwester, die indessen das Bett verlassen hatte,erbarmte sich des Beschämten, warf sich ihm an die Brustund sagte bittend: „Verzeih' diesen unschuldigen Scherz,mit dem ich selbst vom Anfänge an so wenig zufriedenwar, daß ich mich nur ungern dazu beguemte; doch —"
Ja, ja! fiel er ihr, mit einem stechenden Blick auf Leo-poldincn, ins Wort: Ich kenne schon die Anstifterin, dieränkevolle Komödiantin!
„Friede und Einigkeit, lieber Nestor!" sprach jetzt derAlte mit einem herzlichen Tone: „Machen Sie zu einerPosse kein so ernsthaftes Gesicht! Uebrigens wünschte ich,alle Komödien wären so belehrend wie diese."
Belehrend? fragte der Murrkopf: Ich gestehe, daß ichkeinen Schatten von Moral darin finde.
„Das wundert mich!" versetzte der alte Herr: „ESsollte mir eben nicht schwer werden, eine lange Sitten-predigt daraus zu ziehen; aber ich will Sie damit ver-schonen, will blos das Thema angeben, und das heißt:Warnung vor den Fantomen der Eifersucht." —
Viorundzwanzigftis Kapitel.
Ich werde zu einer ewigen Gefangenschaft verurthcilt.
Der Herr von Nestor gelobte Besserung: doch ließ ersich bald von den Irrwischen seiner Fantasie in den altenSumpf des häuslichen Unfriedens zurücklockcn. Jeder