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will er mir nicht ganz gefallen. Du hast an der Bestän-digkeit meiner Liebe und Treue gezweifelt; das war nichtfein. Doch setzen wir auch diesen Punkt bei Seite, so be-kümmert es mich dennoch, daß du nun immer denken wirst,ich liebte dich nnr, weil du gesund zurllckgekommcn bist,und würde vielleicht nach und nach kalt und lieblos gegendich geworden scpn, wenn du wirklich ein Krüppel gewesenwärest. Ja, wahrlich! könnte nur dein eigenes Lebens-wohl mit dem Verlust deiner Gesundheit bestehen, so wollt'ich dich lahm und blind wünschen, um dir zu zeigen, daßsich mein Herz dessen ungeachtet gleich bleibt. —
„Das glaub' ich, gute Seele!" sprach Franz, und batihr seinen Zweifel mit einer Umarmung ab.
I>rriu»dzumnzigstes Kapitel.
Das Windclkind.
Die herzliche Natürlichkeit dieser Leute gefiel mir. Ichverglich sie mit den Karrikaturen, deren Bekanntschaft ichin der Hauptstadt gemacht hatte, und es war mir nichtanders, als ob ich in einem großen Jrrhause gewesen sep.Aber mein Unstern gönnte mir das behagliche Landlebennicht, sonder» führte mich schon am folgenden Morgen indie verhaßten Mauern zurück.
Therese wollte den glücklich übcrstandenen Feldzug ihresMannes mit einer guten Mahlzeit feiern; es war aberim Dorfe nicht alles zu haben, was in ihren Küchenplangehörte. Sie entschloß sich also geschwind zu einer Reisenach der Stadt, und ich mußte sie auf den Gcmüsemarktbegleiten.
Hier empfing mich ein Gärtncrmädchen, dessen grüne