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„Warum nicht? Du wärst eine Thörin, wenn du michabhatten wolltest. Was soll ich hier? Ich Lin ein un-nützer Brodesser."
Franz, du kränkst mich durch solche Reden! Nein, ichkaffe dich nicht wieder fort! Ich will bei Tag und beiNacht arbeiten, und so wird der Himmel uns Beide nähren.
„Weib ohne Gleichen!" rief Franz, indem er rasch dieKrücke wegwarf, den angeblich verlorenen Arm unter demRocke hervorzog und das Pflaster vom Auge riß. Theresewar vor Freude starr und stumm. Er umarmte fle feu-rig und sprach: „Vergib, daß ich dich ein wenig geäng-stet habe! Ich bin so gesund als ein Fisch." —
Sie stand noch wie betäubt. Gott im Himmel, rief sieaus, wie kann, wie soll ich dir danken! Ist es denn wirk-lich wahr? Ich traue kaum meinen Augen.
Franz bewies seine Gesundheit durch fröhliche Lnstsprünge.
Böser Bube! sprach sie lachend: was du mich da zweiMal hinter einander getäuscht hast! Sag' mir nur, wiedu auf dieses Mummenspiel gefallen bist!
„Das ging sehr natürlich zu;" versetzte Franz. „Seitich in den Krieg ziehen mußte, dacht' ich immer: wird dirwohl deine Therese treu und gewogen bleiben? — Es istmit jungen Weibern ein gefährliches Ding; viele haben denWahlspruch: aus den Augen, aus dem Sinn! — DieseSorge wich besonders auf dem ganzen langen Heimwegeso wenig von mir, als mein Schatten; und da ich an dasnächste Gebüsch vor dem Dorfe kam, so war mir nichtanders, als ob mir eine leise Stimme zuflüsterte: PrüfeTheresen! — Ich entschloß mich kurz, ging in das Wäld-chen und entstellte mich, wie du gesehen hast."
Höre, liebes Fränzchcn, sagte Therese, und drohte dabeimit dem Finger, wenn ich diesen Spaß recht überlege, so