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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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den Mond hielt er für die bewölkte Sonne; es kam ihmvor, er sei ein fliegender Tanfengel, unter einem Regen-bogen an eine Dotterblumen-Kette ausgchangen, im unend-lichen Bogen auf- und niederwogend, von der vierjährigenRinggcbcrin über Abgründe zur Sonne anfgeschaukelt. . . .Gegen vier Uhr Morgens konnte er uns nicht mehr sehen,obgleich die Morgcnröthc schon in der Stube war dieAugen blickten versteinert vor sich hin eine Gcsichtzuckungkam auf die andre den Mund zog eine Entzückung immerlächelnder auseinander Frühling-Phantasien, die wederdieses Leben erfahren, noch jenes haben wird, spielten mitder sinkenden Seele endlich stürzte der Todeöengel denblaffen Leichenschleier aus sein Angesicht und hob hinter ihmdie blühende Seele mit ihren tiefsten Wurzeln aus dem kör-perlichen Treibkastcn voll organisirter Erde..... Das Ster-ben ist erhaben; hinter schwarzen Vorhängen thut der ein-same Tod das stille Wunder und arbeitet für die andre Welt,und die Sterblichen stehen da mit nassen, aber stumpfenAugen neben der überirdischen Szene. . . .

Du guter Vater, sagte seine Wittwe, wenn dir'S jemandvor 43 Jahren hätte sagen sollen, daß man dich am 13. Mai,wo deine Achtwochen angingen, hinaustragcn würde"SeineAchtwochcn, sagt' ich, gehen wieder an, dauern aber länger."

Als ich um 11 Uhr fortging, war mir die Erde gleich-sam heilig und Todte schienen mir neben mir zu gehen; ichsah auf zum Himmel, als könnt' ich im endlosen Aethcr nurin Einer Richtung den Gestorbnen suchen; und als ich obenauf dem Berge, wo man nach Auenthal hinein schauet, michnoch einmal nach dem Leidensthcater nmsah und als ich unterden rauchenden Häusern blos das Trauerhaus unbewölket