Druckschrift 
2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
299
Einzelbild herunterladen
 

299

hcreinrcichcnde Hand! mir eines, wie eine Blume auf einerSonne gewachsen, hernieder brächtest, ans diese Vatcrhanddie Tropfen der Freude fallen lassen und mich mit dem zuschwachen Auge von den Menschen wegwenden. . . .

Jetzt, da ich dieses sage, ist WuzcnS Hochzeit längstvorbei, seine Justine ist alt und er selber auf dem Gottes-acker; der Strom der Zeit hat ihn und alle diese schimmern-den Tage unter vier-, fünffache Schichten Bodensatz gedrücktund begraben; auch an uns steigt dieser beerdigende Nie-derschlag immer höher auf; in drei Minuten erreicht er dasHerz und übcrschlichtet mich und euch.

In dieser Stimmung sinne mir keiner an, die vielenFreuden des Schulmeisters aus seinem Freuden-Manualemitzuthcilen, besonders seine Weihnacht-, Kirchweih- undSchulfreuden cS kann vielleicht noch geschehen in einemPosthumus von Postskript, das ich uachlicfere, aber heutenicht! Heute ist's besser, wir sehen den vergnügten Wuzzum letztenmal lebendig und todt und gehen dann weg.

Ich hätte überhaupt ob ich gleich drcißigmal vorseiner Hausthür vorüber gegangen war wenig vom gan-zen Manne gewußt, wenn nicht am 12. Mai vorigen Jahrsdie alte Justine unter ihr gestanden wäre und mich, da siemich im Gehen meine Schrcibtasel vollarbeiten sah, ange-schricen hätte: ob ich nicht auch ein Büchcrmacher wäre.Was sonst, Liebe? versetzt' ich jährlich mach' ichdergleichen und schenke alles nachher dem Publiko." Somöcht' ich denn, fuhr sic fort, mich auf ein Stündchen zuihrem Alten hinein bemühen, der auch ein Buchmacher sei,mit dem es aber elend aussehe.

Der Schlag hatte dem Alten, vielleicht weil er eine