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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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noch zwei völlige Stunden vor dem Läuten. Gern gab' ichden Großvatcrstuhl und den Ofen, dessen Assessor ich bin,dafür, wenn ich mich und meine Zuhörerschaft setzt zu trans-parenten Sylphiden zu verdünnen wüßte, damit unsere ganzeBrüderschaft dem zappelnden Bräutigam ohne Storung sei-ner stillen Freude in den Garten nachflögc, wo er für einweibliches Herz, das weder ein diamantncs noch ein welschesist, auch keine Blumen, die es sind, abschncidct, sondern lebende

wo er die blitzenden Käfer und Thautropfcn aus denBlumenblättern schüttelt und gern auf den Bienenrüssel war-tet, den zum lctztenmale der mütterliche Blumenbusen säuget

wo er an seine Knaben - Sountagmorgen denkt und anden zu engen Schritt über die Beete und an das kalte Kan-zclpult, auf welches der Senior seinen Strauß auflcgtc. Gehenach Haus, Sohn deines Vorfahrers, nnd schaue am achtenJunius dich nicht gegen Abend um, wo der stumme sechsFuß dicke Gottesacker über manchen Freunden liegt, sonderngegen Morgen, wo du die Sonne, die Pfarrthüre und deinehineinschlüpfende Justine sehen kannst, welche die Frau Pa-thin nett ausfrisiren und cinschnüren will. Ich merk' cSleicht, daß meine Zuhörer wieder in Sylphiden verflüchtigtwerden wollen, um die Braut zu umflattern; aber sie sieht'snicht gern.

Endlich lag der himmelblaue Nock die Livröcfarbeder Müller und Schulmeister mit geschwärzten Knopf-löchern und die plättende Hand seiner Mutter, die alle Brüchehob, am Leibe des Schulmcistcrleins und es darf nur Hutund Gesangbuch nehmen. Und setzt ich weiß gewiß auch,was Pracht ist, fürstliche bei fürstlichen Vermählungen, dasKanoniren, Jlluminircn, Ererziren und Frisiren dabei; aber