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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
288
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hauchten ihre beiden Seelen aus der Erde weg und duftetensie wie Thaufunkcn auf den Auen Edens nieder. Es sang:

O wie schön ist Gottes ErdeUnd werth darauf vergnügt zu sepn!

D'rum will ich, bis ich Asche werde,

Mich dieser schönen Erde freu'n.

ES war aus der Stadt eine Gondel mit einigen Flötenund singenden Jünglingen. Er und Justine wanderten amUfer mit der ziehenden Gondel und hielten ihre Hände ge-faßt und Justine suchte leise nachzusingen; mehre Himmelgingen neben ihnen. Als die Gondel um eine Erdzunge vollBäume herumschifftc: hielt Justine ihn sanft an, damit sienicht nachkämcn, und da das Fahrzeug darhintcr verschwun-den war, siel sie ihm mit dem ersten erröthcnden Kusse umden Hals. ... O unvergeßlicher erster Juniuö! schreibter. Sie begleiteten und belauschten von weitem die schif-fenden Töne; und Träume spielten um beide, bis sie sagte:cs ist spät und die Abendröthe hat sich schon weit hcrumge-zogcn und es ist alles im Dorfe still. Sic gingen nachHause; er öffnete die Fenster seiner mondhellen Stube undschlich mit einem leisen Gutenacht bei seiner Mutter vorüber,die schon schlief.

Jeden Morgen schien ihn der Gedanke wie Tageslichtan, daß er dem Hochzeittagc, dem 8ten Junius, sich um eineNacht näher geschlafen; und am Tage lief die Freude mitihm herum, daß er durch die paradiesischen Tage, die sichzwischen ihn und sein Hochzcitbett gestellet, noch nicht durch-weine. So hielt er, wie der metaphysische Esel, den Kopfzwischen beiden Heubündeln, zwischen der Gegenwart und