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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
287
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und Blütcnkclchc vollstimmig besetzte Drchestcr waren, ausdenen allen etwas heraussang oder sumsctc oder schnurrteund daß alles zuletzt so feierlich wurde, als hätte die Erdeselber einen Sonntag, indem die Höhen und Wälder umdiesen ZaubcrkreiS rauchten und indem die Sonne gen Mit-ternacht durch einen illuminirtcn Triumphbogen hinunter,und der Mond gen Mittag durch einen blassen Triumphbogenheraufzog. O du Vater des Lichts! mit wie viel Farbenund Stralen und Leuchtkugeln fassest du deine bleiche Erdeein! Die Sonne kroch setzt ein zu einem einzigen rvthcnStralc, der mit dem Wicdcrscheine der Abcndröthe auf demGesichte der Braut zusammen kam; und diese, nur mit stum-men Gefühlen bekannt, sagte zu Wuz, daß sie in ihrer Kind-heit sich oft gcsehnet hätte, auf den rothen Bergen der Abcnd-röthe zu stehen und von ihnen mit der Sonne in die schönenrothgemalten Länder hinunter zu steigen, die hinter der Abcnd-röthe lägen. Unter dem Gebetläuten seiner Mutter legt'er seinen Hut auf die Knie und sah, ohne die Hände zufalten, an die rothe Stelle am Himmel, wo die Sonnezuletzt gestanden, und hinab in den ziehenden Strom, dertiefe Schatten trug; und es war ihm, als läutete die Abcnd-glocke die Welt und noch einmal seinen Vater zur Ruhezum ersten- und lctztenmalc in seinem Leben stieg sein Herzüber die irdische Szene hinaus und es rief, schien ihm,etwas aus den Abendtönen herunter, er werde sctzo vor Ver-gnügen sterben. . . . Heftig und verzückt umschlang er seineBraut und sagte:wie lieb Hab' ich dich, wie ewig lieb!"Vom Flusse klang eS herab wie Flötengetön und Menschcn-gcsang und zog näher; außer sich drückt' er sich an sic anund wollte vereinigt vergehen und glaubte, die Himmeltvne