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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
282
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Unter dem Kaffee schnitt er sich, außer den Semmeln,die Federn zur Messiade, die er damals, die drei letzten Ge-sänge ausgenommen, gar aussang. Seine größte Sorgsaltverwandte er daraus, daß er die epischen Federn falsch schnitt,entweder wie Pfähle oder ohne Spalt oder mit einem zwei-ten Extraspalt, der hinaus nicscte; denn da alles in Hexa-metern und zwar in solchen, die nicht zu verstehen waren,verfasset scpn sollte: so mußte der Dichter, da er'ö durchkeine Bemühung zur geringsten Unverständlichkeit bringenkonnte er fastete allemal den Augenblick jede Zeile undjeden Fuß und pe8 aus Noth zum Einfall greifen, daßer die Hexameter ganz unleserlich schrieb, was auch gutwar. Durch diese poetische Freiheit bog er dem Verstehenungezwungen vor.

Um eilf Uhr deckte er für seine Vögel, und dann fürsich und seine Mutter den Tisch mit vier Schubladen, inwelchem mehr war als auf ihm. Er schnitt das Brod, undseiner Mutter die weiße Rinde vor, ob er gleich die schwarzenicht gern. O meine Freunde, warum kann man dennim clv UaviörL und aus dem Römer nicht so vergnügtspeisen, als am Wuzischen Ladentisch? Sogleich nach demEssen machte er nicht Hexameter, sondern Kochlöffel, undmeine Schwester hat selber ein Dutzend von ihm. Währendseine Mutter das wusch, was er schnitzte, ließen beide ihreSeelen nicht ohne Kost; sie erzählte ihm die Personalienvon sich und seinem Vater vor, von deren Kenntniß ihnseine akademische Laufbahn zu entfernt gehalten und erschlug den Opcrazionplan und Bauriß seiner künftigen Haus-haltung bescheiden vor ihr auf, weil er sich an dem Gedan-ken, ein Hausvater zu seyn, gar nicht satt kauen konnte.