Druckschrift 
2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

274

das ein solcher Kunstrichtcr hat, und er war, da er geradewarm aus der Stadt kam, mehr als einmal mit Witz beider Hand kurz, unter dem Einschlafen hörte er in sei-ner tanzenden taumelnden Phantasie nichts als Sphärcn-Musik.

Freilich du, mein Wuz, kannst WcrthcrS Freudenaufsctzen, da allemal deine äußere und deine innere Welt sichwie zwei Muschelschalen an einander löthen und dich als ihrSchalthicr cinfassen; aber bei uns armen Schelmen, die wirhier am Ofen sitzen, ist die Außenwelt selten der Ripienistund Chorist unsrer innen: fröhlichen Stimmung; höch-stens dann, wenn an uns der ganze Stimmstock umgcfallenund wir knarren und brummen; oder in einer andern Me-tapher: wenn wir eine verstopfte Nase haben, so setzt sichein ganzes mit Blumen überwölbtes Eden vor uns hin undwir mögen nicht hincinricchcn.

Mit jedem Besuche machte das Schulmeistertem seinerJohanna-Theresc-Charlottc-Mariana-Klarissa-Hcloisc-Justclauch ein Geschenk mit einem Pfefferkuchen und einem Poten-taten; ich will über beide ganz befriedigend scyn.

Die Potentaten hatt' er in seinem eignen Verlage; aberwenn die Rcichöhofrathö - Kanzlei ihre Fürsten und Grafenaus ein wenig Dinte, Pergament und Wachs macht: so ver-fertigte er seine Potentaten viel kostbarer, aus Ruß, Fettund zwanzig Farben. Im Alumncum wurde nämlich mitden Nahmen einer Menge Potentaten eiugcheizct, die ersämmtlich mit gedachten Materialien so zu kopircn und zurcpräsentircn wußte, als wär' er ihr Gesandter. Er übcr-schmierte ein Ouartblatt mit einem Endchen Licht und nach-her mit Ofcnruß dieses legte er mit der schwarzen Seite