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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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kurz vor und nach Sonncn-Untergang ein gewisses wollüstigestrunkncS Sehnen empfunden hatte die Nacht aber machtwie ein längerer Tod den Menschen erhaben und nimmt ihmdie Erde: so zauderte er mit seiner Landung in Auenthalso lang', bis die zerfließende Sonne durch die letzten Korn-felder vor dem Dorfe mit Goldfäden, die ste gerade überdie Aehrcn zog, sein blaues Röllchen stickte und bis seinSchatten an den Berg über den Fluß wie ein Riese wan-delte. Dann schwankte er unter dem wie aus der Vergan-genheit hcrübcrklingcndcn Abendläuten ins Dorf hinein undwar allen Menschen gut, selbst dem Präfektus. Ging erdann um seines Vaters Haus und sah am oben: Kappfcnsterden Widerschein des Monds und durch ein Parterre-Fensterseine Justin«, die da alle Sonntage einen ordentlichen Briefsetzen lernte . . . . o wenn er dann in dieser paradiesischenViertelstunde seines Lebens auf fünfzig Schritte die Stubeund die Briefe und das Dorf von sich hätte wcgsprengcnund um sich und um die Briefstcllcrin blos ein einsamesdämmerndes Tempe-Thal hätte ziehen können wenn erin diesem Thale mit seiner trunknen Seele, die unter Wegesum alle Wesen ihre Arme schlug, auch an sein schönstesWesen hätte fallen dürfen und er und sie und Himmel undErde zurückgesunken und zerflossen wären vor einem flam-menden Augenblick und Brennpunkte menschlicher Ent-zückung. . . .

Indessen that er's wenigstens Nachts um cilf Uhr; undvorher ging's auch nicht schlecht. Er erzählte dem Vater,aber im Grunde Justinen, seine» Studienplan und seinenpolitischen Einfluß; er setzte sich dem Tadel, womit sein Va-ter ihre Briefe korrigirte, mit demjenigen Gewicht entgegen,

Iran Paul's ausgew. Wttlc. IN 18