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Im zehnten Jahre verpuppte er sich in einen mulattcn-farbigen Alumnus und obcrn Quintaner der Stadt Scheerau.Sein Examinator muß mein Zeuge sevn, daß es keine weißeSchminke ist, die ich meinem Helden anstreiche, wenn ich'szu berichten wage, daß er nur noch ein Blatt bis zur vier-ten Deklinazion zurück zu legen hatte und daß er die ganzeGeschlecht-Ausnahme ckiornx cmickex pulexgue vor der Quintawie ein Wecker abrolltc — blos die Regel wußt' er nicht.Unter allen Nischen des Alumncums war nur eine so ge-scheuert und geordnet, gleich der Prunkküche einer Nürnber-gerin: das war seine; denn zufriedene Menschen sind dieordentlichsten. Er kaufte sich aus seinem Beutel für zweiKreuzer Nägel und beschlug seine Zelle damit, um für alleEffekten besondere Nägel zu haben — er schlichtete seineSchrcibbüchcr so lange, bis ihre Rücken so blcirccht auf ein-ander lagen wie eine preußische Fronte, und er ging beimMondschein aus dem Bette und visirtc so lange um seineSchuhe herum, bis sic parallel neben einander standen. —War alles metrisch: so rieb er die Hände, riß die Achselnüber die Ohren hinauf, sprang empor, schüttelte sich fast denKopf herab und lachte ungemein.
Eh' ich von ihm weiter beweise, daß er im Alumneumglücklich war: will ich beweisen, daß dergleichen kein Spaßwar, sondern eine herkulische Arbeit. Hundert ägyptischePlagen hält man- für keine, blos weil sie uns nur in derJugend hcimsuchen, wo moralische Wunden und komplizirteFrakturen so hurtig znhcilcn wie physische — grünendesHolz bricht nicht so leicht wie dürres entzwei. Alle Ein-richtungen legen es dar, daß ein Alumneum seiner ältestenBestimmung nach ein protestantisches Knaben-Klostcr seyn