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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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tem gesehenen Tag umkleidest! Magischer Prospektmalcr derkünftigen Welt, für die wir brennen und weinen; wie einGestorbner sich verschönet, so malest du jene auf unsre irdische,wenn sie mit allen ihren Blumen und Menschen schläft oderschweigend dir zusieht!

Ich gäbe heute die vornehmste Visite darum, wenn icheine bei den Glücklichen des gestrigen Tages machen konnte;cS ist aber nicht zu thun. Sogar Beata hatte heute einevon ihrer Mutter; und mein Auge konnte noch nichts vonihr habhaft werden als die fünf weißen Finger, womit siceinen Blumentopf an ihrem Fenster aus dem Schatten einesZweiges wegdrehte. O wenn unser altes Leben und unsreWandelgänge wieder anheben und alles wieder beisammen-lebt: was soll da die Gelehrten-Republik nicht zu lesen be-kommen !

Heute reich' ich ihr nichts mehr als Beatens Geleitbricfan Gustav, weil ich ihn nur abzuschreiben brauche. Ich schlüpfedann wieder ins Freie, beschisse nach der Seekarte meinesKopfes den gestrigen Weg noch einmal und indem ich dieverzettelten Blumen, die gestern unsre vollen Hände fallenließen, als Nachflor auflesc, sind' ich die höhern auch.Man wird einige Stellen im folgenden Aufsatze Beaten ver-zeihen, wenn ich Voraussage, daß sie, vielleicht durch ihr Herzso gut wie durch ihren Vater überlistet, der nur ein äußer-licher Renegat des Katholizismus war von den Engelnund ihrer Anbetung mehr glaubte, als Nicolai und dieSchmalkaldischcn (Waaren-) Artikel einer Lutheranerinverstatten können. Denn das schwache und so oft hülflose Weib,das nicht weit über diese Erde zu steigen wagt, legt in derStunde der Noth so gern ihre Bitten und ihre Seufzer vor