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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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unserer Insel so schwcrmüthig stumm, wie an einer Pforteder fröhlichen Ewigkeit; der länderbrcite Frühling zog mitseiner Herrlichkeit mit seinem gcsunknen lauen Mondemit seinem schillernden Venusstern mit seiner erhabnenMittcrnachtröthc mit seinen himmlischen Nachtigallen vorfünf Menschen vorüber; er warf und häufte in diese fünf(Überglückliche seine Knospen und seine Blüten und seinedämmernden Aussichten und Hoffnungen und seine tausendHimmel und nahm ihnen nichts dafür weg als ihre Sprache.O Frühling! o du Erde Gottes! o du unumspannter Him-mel! ach! regte sich heute doch in allen Menschen auf dirdas Herz in freudigen Schlägen, damit wir alle neben ein-ander unter den Sternen niederfielen und den heißen Athen:in Eine Jubel-Stimme ergössen und alle Freuden in Gebete,und das hohe Herz nach dem hohen Himmelblau richtetenund in der Entzückung nicht Kummer-, sondern Wonne-Seufzer abschicktcn, deren Weg so lang zum Himmel wieunserer zum Sarge ist! . . . Du bitterer Gedanke! oftunter lauter Unglücklichen der Fröhliche zu seyn du süße-rer, unter lauter Glücklichen der Betrübte zu seyn!

Endlich stoffen vom Silberblick des steigenden Mondesdie trübenden Schlacken hinweg; er stand wie eine unaus-sprechliche Entzückung höher in der Nacht des Himmels, ausdessen Hintergrund in den Vorgrund gemalt. Die Fröschedurchschlugen wie eine Mühle die Nacht und ihr sorttönendcrvielstimmiger Lärm hatte die Wirkung eines Schweigens.O welcher Mensch, den der Tod zu einem über die Erdefliegenden Engel gemacht hätte, wäre nicht auf sie niedcrge-fallcn und hätte unter irdischem Laub und aus der irdischenvom Monde übersilbcrten Erde (wie von der Sonne über-

Jcan Naul's ailsgcw. Werke. II. 16