Viertelstunde uns alle das Weltmeer ersäufen: ln der fetzi-gen lächelten wir in dasselbe hinein.
Da ich so ruhig bin und nicht spazieren gehen mag: sowill ich über das Spazierengehen, das so oft in meinemWerke vorkommt, nicht ohne Scharfsinn reden. Ein Mannvon Verstand und Logik würde meines BedünkcnS alle Spa-zieren, wie die Ostindien, in vier Kasten zerwerfen.
In der I. Kaste laufen die jämmerlichsten, die cs ausEitelkeit und Mode thun und entweder ihr Gefühl oder ihreKleidung oder ihren Gang zeigen wollen.
In der II. Kaste rennen die Gelehrten und Fetten, umsich eine Mozion zu machen und weniger, um zu genießenals um zu verdauen, was sie schon genossen haben; in diesespassive unschuldige Fach sind auch die zu werfen, die cs thunohne Ursache und ohne Genuß, oder als Begleiter, oderaus einem thicrischen Wohlbehagen am schönen Wetter.
Die Ul. Kaste nehmen diejenigen ein, in deren Kopsedie Augen des Landschaftmalcrö stehen, in deren Herz diegroßen Umrisse des Weltall dringen, und die der unermeß-lichen Schönheitlinie nachblickcn, welche mit Ephcufascrn umalle Wesen fließet — und welche die Sonne und den Blut-tropscn und die Erbse ründet und alle Blätter und Früchtezu Zirkeln ausschncidct. — O wie wenig solcher Augen ruhenauf den Gebirgen und aus der sinkenden Sonne und auf dersinkenden Blume!
Eine IV. bessere Kaste, dächte man, könnt' cs nach derdritten gar nicht geben: aber es gibt Menschen, die nichtblos ein artistisches, sondern ein heiliges Auge auf dieSchöpfung fallen lassen — die in diese blühende Welt diezweite verpflanzen und unter die Geschöpfe den Schöpfer —-