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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
230
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und uns beobachteten ihnen that am heutigen Morgennichts wohl als ihren entblößten Füßen die Sonne. O Na-tur! o Seligkeit! du suchest wie die Wohlthätigkcit gern dieArmuth und das Verborgne auf!

DaS Klügste, was ich heute gesagt habe und vcrmuth-lich sagen werde, ist gewiß die Gras-Rede am Morgenneben dem Häuschen. Als ich so den stehenden Himmel,die Wind- und Blätterstillc betrachtete, in der der steilrechteFlügel des Schmetterlings und das Härchen der Raupe un-verbogen blieb: so sagt' ich:wir und dieses Räupchen stehenunter und in drei allmächtigen Meeren, unter dem Lust-meer, unter dem Wassermcer und unter dem elektrischenMeere; gleichwol sind die brausenden Wogen dieser Ozeane,diese Meilen-Wellen, die ein Land zerreißen können, so ge-glättet, so bezähmet, daß der heutige Sabbat-Tag heraus-kömmt, wo den breiten Flügel des Schmetterlings kein Lüft-chen ergreift oder um ein gefiedertes Stäubchen bcrupft,und wo das Kind so ruhig zwischen den Elementen-Levia-thans tändelt und lächelt. Wenn diese kein unendlicherGenius bezwungen hat, wenn wir diesem Genius keine Zu-sammenordnung unscrs künftigen Schicksals und unserer künf-tigen Welt zutrauen . . .

O unendlicher Genius der Erde! an deinen Busenwollen wir unsre kindlichen Augen schmiegen, wenn sich der

Sturm von der Kette loSreißct-an dein allmächtiges

heißes Herz wollen wir zurücksinken, wenn uns der eiserneTod cinschläsert, indem er vorbeigeht!"

So wandelten wir unschuldig-zufrieden, ohne Hastigkeitund Heftigkeit den Wellen zu, die an Fenks Landhaus spül-ten. Sonderbar ist's, es gibt Tage, wo wir freiwillig unser