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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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storbnen Menschen ein so süßer und so spielender Todtcn-tranm ein? O darum: die nagenden Wunden des Lebenssollte der Balsamhauch dieses unermeßlichen Frühlings ver-schließen und der von den Stoßen der vorigen Erde nochblutende Mensch sollte unter den Blumen zuheilen für denkünftigen Himmel, wo die größere Tugend und Kenntnißeine genesene Seele begehrt. Denn ach! die Seele leidetfa hier gar zu viel! Wenn auf senem Schneegcfildc eineSeele die andre umfaßte: so schmolzen sie auö Liebe inEinen glühenden Thantropfen ein; er zitterte dann an einerBlume herab und sic hauchte ihn wieder cntzweigetheilt alsheiligen Weihrauch empor. Hoch über dem Blütenfeldsiand Gottes Paradies, aus dem das Echo seiner himmlischenTöne in Gestalt eines Bachs in die Ebene hernieder wal-lcte; sein Wohllaut durchkreuzte in allen Krümmungen dasUnter-Paradies und die trunkncn Seelen stürzten sich ausWonne von den User-Blumen in den Flötenstrom; im Nach-hall des Paradieses erstarben ihnen alle Sinne und die zuendliche Seele ging, in eine Helle Frcudcn-Thräne aufgelö-sct, auf der laufenden Welle weiter. Dieses Blumenge-stlde stieg unaufhaltsam empor, dem crhöheten Paradieseentgegen und die durcheilte Himmelluft schwang sich von obenherab und ihr Niedcrwchcn faltete alle Blumen auseinanderund bog sie nicht. Aber oft ging Gott in der dunkelstenHöhe weit über der wehenden Aue hinweg; wenn der Un-endliche dann oben seine Unendlichkeit in zwei Wolken ver-hüllte, in eine blitzende, oder die ewige Wahrheit, und ineine warm auf alles niederträufclndc und weinende, oderdie ewige Liebe: alsdann stand gehalten die steigende Au,der sinkende Aether, der nachhallende Bach, das rege Dlu-