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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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schafft? Beim tisi-s ütnt, beim Bauer und Bürger, selberbeim Bürgermeister-Kollegium, das sich die ganze Woche mattvotirt, ist'S kein Wunder, sondern freilich leicht dahin zubringen, daß sic leicht auf jedem Stuhl, auf jeder Emporentschlafen; ich läugn'es nicht; aber der Libertin, der Schläferaus Eidcrdunen wird euch (und predigte ein Konsistorialrath)auf keinem bloßen Sessel schlafen; er geht daher lieber inkeine Kirche. Für solche Leute von Ton müssen daher ordent-liche Kirchenbetten in den Logen aufgeschlagen werden, damites geht; so wie auch Spieltische, Eßtische, Ottomanen, Freun-dinnen u. dergl. in einer Hoskirche so unentbehrliche Dingesind, daß sie besser an jedem andern Orte mangeln konn-ten als da.

Man kann cs also, ohne mich und die Wahrheit zu be-leidigen, kein Schmeicheln nennen, wenn ich verfechte, daßblos die dumme Kirchen-Architektur und der Mangel allesHaus- und Küchengeräths, aller Betten w. daran schuld sind,nicht aber die gut und philosophisch oder mystisch auSgcar-beiteten Predigten geschickter Hof-, Universität-, Kasernen-und Vesper-Prediger, wenn die Leute von Stand weit we-niger darin schlafen können, als man sich verspricht.

Ende der Ertraseiten.

Nach der Kirche trafen wir alle an der Sakristei zusam-men. Ich gehe über Kleinigkeiten hinweg und komme so-gleich dazu, daß wir sämmtlich abzogen und daß Gustavunserer schönen Dauphine den Arm gab und nahm. Es warein ruhiges Wandeln unter der festlichen Sonne und unterden Blüten der Gebüsche hinweg. Der Putz, die getäfelteStirn, die wie Fiedclbogen-Haare hinüber gespannten Stirn-