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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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wollte, daß dieser deöorganisirende Schlaf auf eine wohl-feilere Art, und für weniger Pfennige und Opium als beiden Türken zu erregen steht; denn unser Opium wird wieQuecksilber äußerlich eingcricben und hauptsächlich au denOhren angelegt. Nun ist niemand so gut wie mir bekannt,was man in der ganzen Sache schon gethan. Wie man inKonstantinopel (nach de Tott) besondere Buden und Sitzefür die Opiumesser, aber nur neben den Moscheen hat:so sind sie bei uns darin und heißen Kirchenstühle. Fernerbrennen ordcntlicheN achtlicht er auf dem Altar. Die Fenster-scheiben haben in katholischen Tempeln GlaSgcmälde, die sogut wie Fenstcrvorhängc Schatten geben. Zuweilen sind diePfeiler so geordnet oder vervielfältigt, daß sie zur kirchlichenDunkelheit mit helfen, die der Zweck des Schlafens so sehrbegehrt. Da die Schlafzimmer in Frankreich lauter matteglanzlose Farben haben: so ist in dem großen kanonischen Schlaf-zimmer wenigstens in so fern für den Schlaf gesorgt wor-den, daß doch die Theile der Kirche, auf die das Auge sicham meisten richtet, Altar, Pfarrer, Kantor und Kanzel, schwarzangestrichcn sind. Man steht, ich unterdrücke keinen Vorzugund es ist nicht Tadclsucht, wenn ich tadele.

Aber es fehlet einem Tempel noch viel zu einem wahrenDormitorium. Ich stand (ich könnt' auch sagen, ich lag) inItalien und auch in Paris in mehren Theatcrlogcn, dievernünftig eingerichtet und meublirt waren: man konntedarin (weil alles dazu da war) schlafen, spielen, pissen, essenund mehr. ... Man hatte seine Freundinnen mit. Dashaben nun die Großen gewohnt; wie will man ihnen an-stnncn, sie sollen in die Kirche fahren und darin schlafen,da ihnen ihr Geld eher alle Freunde als den Schlaf ver-