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umkchrte und daß musikalische Nieten poetische Treffergäben. —
Vor Tags machten wir uns gestern aus dem Bette, ichund mein musikalischer Souffleur. „Wir müssen, sagt' ichzu ihm, vier volle Stunden draußen herumjagcn, eh' wir indie Kirche gehen", — nämlich nach Ruhestatt, wo der vor-treffliche Hr. Bürger aus Großcnhayn*) als Gastpredigerauftrctcn sollte. Alles geschah. Bis diese Stunde weiß ichnicht, zieh' ich eine laue Sommernacht oder einen kaltenSommcrmorgen vor: in jener rinnt das zerschmolzene Herzin Sehnen aus einander; dieser härtet das glühende zurFreude zusammen und stählet sein Schlagen. Unsere vierStunden zu palingenesircn — müßte man aus hundert Lust-und Zagdschlösscrn die Minuten dazu zusammentragen undes hinkte doch. Die Morgendämmerung ist für den Tag,was der Frühling für den Sommer ist, wie die Abenddäm- Lmcrung für die Nacht, was der Herbst für den Winter. Wirsahen und hörten und rochen und fühlten, wie allmälig einStückchen vom Tag nach dem andern aufwachte — wie derMorgen über Fluren und Gärten zog und sic wie vornehmeMorgenzimmcr mit Blüten und Blumen räucherte — wieer, so zu sagen, alle Fenster öffnete, damit ein kühlenderLustzug den ganzen Schauplatz durchstriche — wie jede Kehledie andre weckte und sic in die Lüfte und Höhen zog, ummit trunkner Brust der steigenden vertieften Sonne entgegenzu fliegen und entgegen zu singen — wie der beweglicheHimmel tausend Farben rieb und verschmolz und den Falten-
*) Seine vor einem Jahre gedruckten Predigten werden nachdem Geschmack eines jeden sepn, der meinen hat.