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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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zustehen haben, die mit vielen Menschen oder mit vielenSätzen, für die sie kalt bleiben müssen, sich abgebcn!

Die Rcsidentin zog seine scheuen Talente heute mehrals sonst ans Licht und beschönigte den Anthcil, den sie anihm nahm, leicht mit seinen Theater-Verdiensten um sie.Endlich sing das dritte Schauspiel an, worin mehre als inden beiden andern glänzen konnten; denn cs wurde nur mitden Füßen gespielt der Ball kam. Tanzen ist der weib-lichen Welt das, was das Spielen der großen ist eineschöne Vakanzzeit der Zungen, die oft unbeholfen, oft ge-fährlich werden. Für einen Kopf, wie der Gustavische, derso viele Bestürmungen seiner Sinne heute zum erstenmaleerfahren, war ein Tanzsaal ein neues Jerusalem. In derThat ein Tanzsaal ist etwas; sehet in den hinein, wo Gu-stav springt! Jedes Saiten- und Blasinstrument wird zumHebcbaum, der die Herzen auö dem kargen mißtrauischenAlltaglcben aufhcbt: die Tänze mengen die Menschenwie Karten in- und auseinander und die tönende Atmosphäreum sie fasset die trunkne Masse in Eines ein so vieleMenschen und zu einem so freudigen Zwecke verknüpft, durchumringende Helldämmerung geblendet, durch ihre klopfendenHerzen begeistert, müssen den Freudenbecher wenigstens kre-denzen, welchen Gustav gar austrank, denn ihn, dem jedeDame eine Dogareffa*) ist, begeisterte jede Hand-Berüh-rung und der Tumult von außen weckte seinen ganze» innernso auf, daß die Musik, wie zurückprallend, ihren äußernGeburtort verließ und nur in seinem Innern unter undneben seinen Gedanken zu entspringen und heraus zu tönen

Frau des Doge.