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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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oder todtgcschwcfclt und manches Lob ist so schädlich wieeine Vcrläumdung. Im Narrenhanse sehen wir, daß derMensch andern aufs Wort glaubt, er sei närrisch ^), und inPallästen sehen wir, daß er ihnen aufs Wort glaubt, er seiweise. Ueberhaupt war Gustav denn ein Mann istoft an einem Abend bestimmt, nicht nur lauter schlechteSpiele hinter einander zu machen, sondern auch oft lauternnbcdachtsamc Streiche am Komödienabend fast zu letztemauSersehen.

.... Endlich ist BouscnS Geburtfcst da. . . . MeinGustav! Noch heute weinen deine Augen nach!

Das Fest zcrspällt sich in drei Gänge (lome-Un8o>i^or und bat pnrn. Im Grunde ist noch ein vierterGang: ein Fall.

Am Tage des Drama leerte sich das neue Schloß indas fürstliche zu Oberschcerau aus. Gustav dachte unter-wegs (im Wagen Oefels) an seinen Brief, den er übergebenwollte, und an den guten Doktor Fenk ein wenig; aber dieabgekürzten Tage gaben ihm zn Besuchen keine Muße. SeinFehler war, daß die Gegenwart vor ihm allemal wie einWasserfall alle ferne Laute überrauschte, und er wäre viel-

6) Denn man konnte einen Menschen durch die Versicherungnärrisch machen, er sei närrisch. Die Freunde vom jnngcrnCrcbillon beredeten sich einmal, an einem geselligen frohenAbende über keinen Einfall von ihm zu lachen, sondernnur mitleidig zu schweigen, als Hab' er min allen Witzverloren. Und die Sache wurde ihm auch glaublich ge-macht. Wieder andere Schriftsteller werden durch ihreFreunde gerade mit dem umgekehrten Jrrthum noch leb-hafter getäuscht, daß sie glauben, Witz zu haben.