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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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dachte seinem Siege über den hohen Nebenbuhler nach,welcher sich ihr in einer nicht sehr großen Schneckenlinienäher drehte, was er an Hofdamen gewohnt war, die nurin der Jugend ihre Tugend ä Ir» mimittn wcggebcn, im Alterhingegen einen größcrn Handel damit in xeosso treiben. Ichsagte eben etwas von einer Schneckenlinic, weil ich einenEinfall im Kopfe hatte, der so heißet, daß Weiber von Weltund die Sonne die Planeten unter dem Schein, sie in einemKreise um ihre Stralen herum zu lenken, in der That ineiner feinen Schneckenlinic zu ihrer brennenden Ober-fläche hinanrcißcn.

Mitten im Probe-Drama, gerade als Gustav oder Henrider Marie das leere Papier als ein Diplom hinreichte, dasihre Verwandtschaft für null erklärte, siel ihm das als Henriein, waö einem andern längst als Gustav eingefallen wäre,daß auf dem leeren Papier etwas könnte geschrieben stehenund zwar das beste Etwas, sein Licbebrief, den wir schonlängst gelesen haben. Kurz er nahm sich vor, seinen Briefin der Gestalt jenes Diploms ihr im Drama zuzustecken,wcnn's nicht anders zu machen wäre. Sogar das Roman-tische des Entschlusses, seine theatralische Rolle in seine wirk-liche hinein zu ziehen und so vielen Zuschauern eine andreTäuschung zu machen als eine poetische, hielt ihn nicht ab,sondern trieb ihn an. Ich will cs nur gestehen, lieber Gustav, und siele mein Geständniß selber in deine Hände,auf deine himmlische Bescheidenheit war der Honigthau desBeifalls, den du an einem solchen Orte nicht einmal fürSchmeichelei, sondern blos für eine llneon zu reden berech-tigt wärest anzusehen, zerstörend gefallen! Unter allen Din-gen ist menschliche Bescheidenheit am leichtesten todtgcräuchert