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Garten. . . . O wem Gott Ruhe in den Busen schickt, daßsie daö nackte Herz umwickele und seine Zuckungen besänf-tige, dem ist so wohl, wie denen, die er betrauert — erthut sanft und fest sein Auge auf, wenn ihm das Schicksalholde Gestalten zuschickt, und wenn sie wieder gehen undgräßliche heranfahrcn, so schließt er'ö ruhig wieder zu."-
O Ottomar! das kannst du nicht, bevor deine wogen-den Kräfte am Alter sich gebrochen haben! Mach' immerdein Herz drei Tage lang für die Ruhe weit: am viertenzieht es der Krampf der Freude oder des Schmerzcns zu-sammen und drückt sie todt!
Manche Menschen können ohne Schauder keine Wachs-figuren sehen: Gustav gehörte darunter; er nahm OttomarSHand, um sich gleichsam ans Leben zu klammern gegen soviele Spiele und Nachäffungen des Todes. . . . Plötzlichlärmt etwas durch das stille Schloß . . . die Treppen herauf,ins Zimmer hinein ... an Ottomars Hals hinan. . . .Fenk war's, der ihn hier nach der Auferstehung von Todtenzum crstenmale umsing und dem unter der engen Umarmungkeine Entfernung von dem, zwischen welchem und ihm sichLänder und Jahre und Tod gelegt hatten, klein genug zuseyn vermochte. Gustav, noch an der Hand Ottomars, wurdein den Bund der Liebe mit hineiugcschlungen, und wäreder Tod selber vorbeigegangen, er hätte seine kalte Sichelnicht durch drei eng, sprachlos und warm verknüpfte Herzengedrängt. — „Rede, Ottomar, sagte der Doktor, das letztc-mal warst du stumm."-Ottomars Ruhe war nun zer-
gangen: „auch die (die Wachsfiguren) reden ewig nimmer(sagt' er mit zerdrückter Stimme) — sic sind nicht einmalbei uns — wir selber sind nicht beisammen — Fleisch- und