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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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dämm umbrachen und sanftem, weniger tödtlichen Empfin-dungen ein Bette ließen.... Es war ihm, als läge seinKörper auch ausgelecrt neben dem kalten und seine Seeleflöge aus der breiten durch alle Sonnen gehenden Lichtstraßeder vorausgeeilten nach .... er sah sie vorauöziehcn . . . .er sah durch den Dunst der paar Jahre, die zwischen ihrund ihm selber lagen, deutlich hindurch. . . .

Und mit seiner Seele im Geficht trat er aus demTodtenzimmer in das Zimmer des Vaters und sagte mitirdischer Wehmuth im Auge und himmlischer Heiterkeit imAngesicht:unser Freund hat unter der Mondfinsterniß aus-gekämpft und ist dort."

Ach sein Leben in seinem wurmstichigen Körper warja eine wahre totale Mondfinsterniß; sein Austritt aus demLeben war der Austritt aus dem Erdschatten und sein Ver-weilen im Schatten nur kurz.

Gustav war durch kein Zureden im Trauerhause zu er-halten. Wenn dem Herzen der Körper zu enge ist: so wirdcs ihm auch die Stube. Er ging nach Marienhvf. Unterdem blauen Gewölbe, an dem krystallifirte Sonnentropsenhängen, und unter dem kämpfenden Monde, der wie er vonseiner Beschattung roth glühte, begegneten ihm Gedanken,die über die menschlichen Farben erhaben sind, so wie überdie Erde. Wer in solchen Stunden nicht die Kahlheit diesesLebens und das Bedürfniß eines zweiten so lebendig fühlt,daß das Bedürfniß feste Hoffnung wird: mit diesem streitekeiner über das Höchste unsers tiefen Lebens.

Unter dem Getümmel des Sterbetages, der ihn sonstin eine ganz dunkle Einsamkeit fortgetrieben hätte, ging erdoch nach Marienhof; der Verstorbene hatte ihn gebeten, es