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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
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einigen Wochen glaubte er zwar noch, im Frühlinge könnt'er den Schecraucr Gesundbrunnen in Lilicnbad trinken unddann würd' es schon anders mit ihm werden. (Armer Kranker!cs ist eher anders mit dir geworden!) Allein ein gewissesFieberbild, das er nicht entdeckte, sprach ihm sein krankesLeben ab; und sein Aberglaube an diesen Traum war sofest, daß er seitdem seine Blumenstöcke nicht mehr begoß,seine Vögel weggab und alle Wünsche auslöschte, blos denWunsch nach Gustav nicht.

Es war am andern Tage gerade Markttag. DiesesGetöse hatte für seine der Todesstillc geweihten Ohren zuviel Leben; und Gustav mußte sich an sein Bette setzen, damiter unter dem Sprechen und Hören nicht aus den Markthinunter horchte. Gustav erschrak, als er endlich lebhaftfragte:ob er Beaten noch liebe." Er wich dem Ja aus;aber Amandus raffte das wenige Leben, das noch in seinenNerven wärmte, zusammen und sagte, wiewol in langen Pau-sen zwischen jedem Satze:Ach, nimm ihr dein Herz nichtv! wenn du sie kanntest, wie ich ich war oft bei ihremVater ich sah, wie sie mit stummer Geduld seine Hitzetrug wie sie die Fehler ihrer Mutter ans sich nahmvoll Güte, voll Sanftmuth, voll Dcmuth, voll Verstand soist sie ach ohne ihr Bild war' in meinem Leben wenigFreude gewesen gib mir die Hand, daß du sie mehr liebestwie mich." Er nahm sie selber; aber den Freund schmerztedas Nehmen.

Plötzlich drängte sich in seine eingesunkenen Wangen-Adern vielleicht die letzte Schamröthe, die oft wie Morgen-röthe vor einer guten That voreilt: er verlangte seinen Vaterher. An diesen that er mit so viel Feuer, mit so viel Sehn-