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äußere Gegentheil von Ottomar, der mit seiner Sonne seineKruste durchgebrannt hatte und nun vor den Leuten standblitzend, knisternd, glühend, anreißend, einäschernd und aus-brütcnd — Gustavs Seele war ein gemäßigtes Land ohneStürme, voll Sonnenschein ohne Sonnenhitze, ganz mitGrün und Knospen überzogen, ein magisches Italien imHerbst; Ottomars seine aber war ein Polarland, das sen-gende lange Tage, lange Eis-Nächte, Orkane, Eis-Berge
und Tempische Thälcr-Fülle durchstrichen.-
Der Gustavischen Bescheidenheit kam also nichts natür-licher vor, als daß Bcata einen, der seinen Geist und Kör-per so gut zu zeigen wußte, über ihn stellte, der beides nichtkonnte und der dazu einmal ihren Vater halb todt geärgerthatte. Sein Blut ging mithin langsam traurig, da er zurRcsidcntin schlich. Es war ihm, als könnt' er heute sie alsseine Freundin ansehen — das that er wirklich halb, alssie ihm noch dazu ein eben so trauriges Air und Gesichtentgegen trug, dem ähnlich, in dem eine Frau eine Wochenach dem Verlust ihres Geliebten mit leeren Augen und er-kalteten Wangen am meisten rührt. Es sei, sagte sic, derSterbetag ihres jüngsten Bruders, den sic und der sie ammeisten geliebt. Sie ließ sich in Trauerkleidung malen.Nichts wirkt stärker als der Lustige, der einmal in die Halb-tönc des Kummers fällt. Gustav hatte überhaupt zu vielZuneigung für Menschen, in deren Ohren das Trauerge-läute irgend eines Verlustes wiedertönte; ein Unglücklicherwar ihm ein Tugendhafter. Die Residentin sagte ihm, siehoffe, er werde den heutigen Kummer aus ihrem wirklichenGesichte wegmalen und ihn blos ins gemalte bannen — siehabe deswegen diese Zerstreuung auf heute verlegt — mor-