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eigne Härte kannte.! Gleichgültig legte sich Oefel in denoptischen Tod; verliebt stand er wieder auf und er hätte mitseiner scheinbaren Ohnmacht beinahe eine wahre gewirkt.„Ich konnte sie nur seitdem nicht darüber sprechen," sagt' erGustav kämpfte mit einem großen Seufzer nicht über Ocfelsgefühllose Eitelkeit, sondern über sich selbst und über OcfelsGlück. „O Bcata, in dieser Brust — redete sie sein In-nerstes an — hättest du ein verschwiegneres und aufrichti-geres Herz gesunden, als das ist, das du ihm vorziehcst —es würde sein Glück verborgen haben, wie setzt seine Seuf-zer — es wäre dir ewig treu geblieben — ach es wird dirdoch treu bleiben!" Dennoch empfand er das Ekelhafte inOcfels Eitelkeit nicht ganz, weil ein Freund sich unserem Ichso sehr inokulirt und damit verwüchset, daß wir seine Eitel-keit so leicht wie unsre eigne und aus gleichen Gründenübersehen.
Da es meinem Gustav im Buche wie im Leben gehenkann: so hätt' ich folgende Anmerkung noch eher machen sol-len: niemand war leichter zu verkennen als er — alle Stra-len seiner Seele brach die Wolkenhülle milder Demuth, saseitdem Oefel ihm Stolz auf dem Gesichte vorgeworfen,sucht' er gerade so dcmüthig auszusehen als er war — seinAeußereö war still, einfach, voll Liebe, ohne Ansprüche; aberauch ohne durchbrechenden Witz und Humor — Phantasieund Verstand arbeiteten in ihm, wie in einem einsamenTempel, Altarblätter mit großen Massen und ließen mithinnicht, wie andre, Doscnstücke und Medaillons von der Zungepurzeln — er war, was Descartes von der Erde glaubt,eine inkrustirte Sonne, aber unter den phosphorcözirendcnLichtern des Hofes ein dunkler Erdkörper — er war das