Herzens oft ab: den Zentnerdruck der ganzen Lebens-At-mosphäre trägt und hebt cs, allein unter dem schwülen Athen:einer gesellschaftlichen Verlegenheit fällt cs kraftlos zusam-men. Wer nicht hat, wohin er sein Haupt hinlegt, leidetoft kleinere Pein, als der nicht hat, wo er seine — Handhinlege.
„Ich dachte, Ihr Bruder wäre ein wcitläuftigcr Ver-wandter von Ihnen," sagte die Residcntin vielleicht boshaft-doppelsinnig, um sie in die Wahl irgend eines Sinnes zuverstricken. Allerdings standen der Residentin alle Worte,Ideen und Glieder so behend zu Gebote, daß die Kraft inBeatens und Gustavs Verstand und Tugend kaum, wie sonstin der Mechanik, zurcichtcn, die Geschwindigkeit zu er-setzen. Aber Bcata erzählte standhaft, ohne Entschuldigung,ohne Uebcrgänge alles von diesen Bildern, was die Leser ausmeinem Munde wissen. Gustav hätte eine solche Erzählungnicht liefern können. Die Nachricht, wie es in der Resident«:Hände gekommen, vergaß die Residcntin zu geben, weil siehundert Antworten dazu wußte; Bcata vergaß sie zu ver-langen, weil sie das eben merkte.
„Für Ihr Gesicht" — sagte sie in: lustigsten Tone, inden: sie ohne Bedenken das Gute von ihren Reizen sagte,das andre im ernsthaften davon sprachen — „könnt' ich Ihnenkeines geben als mein eignes: das muß ich aber meinemBruder in Sachsen sammt dem Garten schicken — malenkönnen Sie cs mit zum Park, damit beide Stücke Einen Mei-ster hätten." Dem scherzhaften Tone ist weit schwerer etwasabzuschlagen als dem ernsthaften — höchstens nur wieder imlustigen; aber zu diesem waren in Gustav alle Saiten ab-gerissen. Beata hatte die Anspielung aus den Park nicht