Hand gcmalet hatten und welche die Resident«: auö derGallerte zu Florenz kopiren lassen. „Sehen Sie, wenn Sieein berühmter Maler würden — und das müssen Sie wer-den — so hätt' ich Ihr Porträt noch nicht in meiner Samm-lung." Auf dem Fenster lag der steilrcchte weibliche Son-nenschirm, ein grüner Spazicrfächcr, den er vor einemgesessenen Gericht für Beatens ihren eidlich erkläret hätte —Einige Hcuwägcn von Wouvermanns Gras, einige Zentnervon Salvatore Rosa's Felsen und eine Quadratmcilc vonEvcrdingcns Gründen hält' er hingeschenkt für den bloßenFächer.
Aber das ihm abgedrungne Versprechen, sich selber zumalen, wurde einem Natursohnc wie er, welchem die Kunstnoch keine Eitelkeit gegeben, zu erfüllen äußerst schwer.Hundert fetzige Jünglinge zeigen mehr Kraft, sich in einerGesellschaft vor dem Spiegel zu besehen, als er hatte, esin der Einsamkeit zu thun. Er fürchtete ordentlich, er be-gehe in Einem fort die Sünde der Eitelkeit.
Auf diese Weise wird mein Held, der sich aus demSpiegel zu holen sucht, von drei Zeichenmeistcrn auf einmalbesehen und gemalet: von dem Lebenöbcschreibcr oder mir— vom komnnciee oder H. von Oefel, der in seinen Ro-man ein Kapitel setzt, worin er von Gustavs Liebe gegendie Bouse anonymisch handelt — und vom Maler und Hel-den selber. So muß er denn wol wohl getroffen werden.
Von Ocfels Roman-Großsultan erscheinet in der Hof-buchhandlung künftige Messe nichts als das erste Bändchen;und es wird dem minorennen Publikum, das unsre meistenRomane liefet und macht, angenehm zu hören seyn, daß ichin den Oefclschen Großsultan ein wenig geblickt und daß