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Bcwußtseyn ihrer nachgebliebnen Tugenden und ihrer Talente.Gleichwol merkte sie an der scheuen Ehrfurcht, die Gustavweniger ihrem Stande und Werthe als ihrem Geschlecht er-wies, daß er wenig Welt habe. Sie verließ alle Umwegeund ging ihn gerade zu um eine Abzeichnung des ganzenParks für ihren Bruder in Sachsen an. Ich nenne dasBitte, was sie eigentlich allemal im scherzhaften Tone einerKabinctordre an Männer komponirte — und man konnteihren weiblichen Ukasen nichts entgegensetzen als männliche.
Eine Frau trage dir nur einmal ein Geschäft auf: sobist du mit Leib und Seele ihr; alle deine säuern Tritte,alle deine Mühwaltungeu für sie legen sich an ihrem Bilde,das du an die Beinwände deines Kopses ausgebrcitet, alsReize an. Eine retten — rächen — lehren — schützen istfast nicht viel besser (blos ein wenig), als sie schon lieben.Gustav hörte nie eine willkommnere Bitte, den Park riß erin kurzem ab und er konnte den Vormittag kaum erwarten,an dem er ihn überreichen durfte. Wir wissen alle, was erin der Residentin Zimmer noch außer der Rcsidentin zu er-blicken suchte — aber alles was er außer ihr da fand, wardie kleine Elevin (Laura) der abwesenden Beata, am Silber-mannischen Klavier.
Die Residentin heftete einen langen Blick in die Zeich-nung. „Haben Sie (sagte sie) Stücke von unserem Hof-maler gesehen? Sie sollten sein Schüler werden und erIhrer — er hat noch kein schönes Porträt gemalt und nochkeine schlechte Landschaft — Sie machen einen schönern Feh-ler und geben dem Bewohner, was Sie der Landschaft neh-men — in Ihrer Zeichnung sind die Statuen schöner alsder Garten-behalten Sie Ihren Fehler und verschönern