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da er einmal statt des Schlangenbachs im Abendthal,den er zeichnen wollte, die schöne Statue der Venus, dieans diesen Wellen gezogen schien, abgerissen hatte; und zwei-tens, da er nicht sah, wer ihn sah — die Residentin. Erkam ihr vor wie ein schönes Kind, das süns Fuß hoch ge-wachsen ist; er konnte mit allen seinen innern Vorzügen nochnicht imponircn, weil auf seinem Gesicht noch zu viel Wohl-wollen und zu wenig Welt geschrieben war. Mit jener scherz-haften Kokettcn-Frcimüthigkeit, die die erstgcbornc Tochterder Koketten-Geringschätzung des männlichen Geschlechts ist,sagte sie: „ich gcb' Ihnen für die Zeichnung das Origi-nal," und nahm die erste und besah sie mit schöner (überetwas anders) denkenden Bewunderung. Oesel, dem er'serzählte, schalt ihn, daß er nicht fein gesagt hatte: „wel-ches Original?" Denn er hatte zur lebendigen Venusnichts gesagt.
Er war es auch nicht im Stande, denn sie stand vorihm mit allen Reizen, die einer Juno bleiben, wenn manihr die holde Farbe der ersten Unschuld nimmt, mit ihremPlümagen-Waldc, den ihr in Unterscheerau hundert Nach-trägen, weil sie mit wenigen meiner Leserinnen, die auch mehrFedern aussctzen, als sic in ihrem Leben Federn schlie-ßen werden, so viel herausgebracht haben, daß jede Junoeine Göttin und jede Göttin eine Juno seyn und daß manDamenköpfc und Klaviere stets bckiclcn müsse.
Sie fragte ihn nach dem Namen seines Zcichenmeisters(des Genius); seinen eignen sagte sie ihm selbst. Sie konnteAchtung sich erwerben, bei allen ihren Fehltritte», und ihreSünden und der Teufel schienen ihr nur als Kammcrmohrennachzutretcn; ihr Gesicht wie ihr Benehmen trug das innere