Erde legten Gebirge und Ströme und Fluren und Wälder,und als ich dachte, alles dieses füllen Herzen, die die Freudeund die Liebe bewegt, und vom großen Menschcicherzcn mitvier Höhlungen bis zum cingcschrumpften Jnscktenherzen mitEiner und bis zum Wurmschlauch nieder, springt ein fort-schaffender, ewiger, eine Zeugung um die andre entzückenderFunke der Liebe. . . .
.... Ach dann breitete ich meine Arme hinaus in dieflatternde zuckende Luft, die auf der Erde brütete, und allemeine Gedanken riefen: o wärest du sie, in deren weitemwogenden Schvoß der Erdball ruht, o könntest du wie siealle Seelen umschließen, o reichten deine Arme um alles wieihre, die da beugen daö Fühlhorn deS Käfers und das bebendeGefieder des Lilien - Schmetterlings und die zähen Wälder,die da streicheln mit ihrer Hand das Raupenhaar und alleBlumen - Auen und die Meere der Erde, o könntest du wiesie an jeder Lippe ruhen, die vor Freude brennt, und kühlend
um jeden gequälten Busen schweben, der seufzen will.-
Ach, hat denn der Mensch ein so schmales versperrtes Herz,daß er vom ganzen Reiche Gottes, das um ihn thront, nichtslieben, nichts fühlen kann, als was seine zehn Finger fassenund fühlen? Soll er nicht wünschen, daß alle Menschen undalle Wesen nur Einen Hals, nur Einen Busen haben, umsie alle mit einem einzigen Arm zu umschließen, um keineszu vergessen und in gesättigter Liebe nicht mehr Herzen zukennen als zwei, das liebende strnd das geliebte? — Heutewurd' ich mit der ganzen Schöpfung verbunden und ich gaballen Wesen mein Herz. . . .
Ich kehrte mich nach Osten gegen das neue Schloß undgegen Auenthal. Hinter dem Auenthaler Wald brauscte durch