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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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einen zerbrochnen Regen-Schwibbogen cm aufgen'chtcter Ozean ich stand hier einsam in einer weiten Stille ich wandtemich zur hcruntergegangnen Sonne, ich dachte daran, daß ichsic einmal für Gott gehalten, und es fiel heute schwer aufmich, daß ich den, dcr'ö war, bisher so selten gedachtoDu,° Du!" rief so nahe an ihm mein ganzes Wese» aberallen Sprachen und allen Herzen und allen Gefühlen entfälltvor ihm die Zunge und Beten ist Verstummen, nicht blvsmit den Lippen, auch mit dem Gedanken. . . . Aber dergroße Geist, der die Schwäche des guten Menschen kennt,hat ihm Mitbrüdcr herabgesandt, damit der Mensch sich vordem Menschen öffne und vor ihnen das Gebet, in dem erverstummte, vollende.-

O Freund meiner schönsten Jahre! der Du Dankbarkeitund Denwth in meinem Innersten befestigt hast, diese Hab'ich empfunden, als ich auf dem Ercmitenberg mich einsamüber das geschaffne Gewürm erhob und fühlte, was der Menschfühlt, aber nur er auf der Erde als ich einsam vor dembis in das Nichts hinausreichcndcn großen Spiegel, an densich das Insekt mit Fühlhörnern stoßet, mit Mcnschenaugenknien konnte, vor dem Spiegel, aus dem der unendliche Son-nen-Riese flammt. . . . Nein! In Erdfarben und auf derLeinwand von Thierfellen und auf allem was vor mir liegt,ist bloö das Bild des Ur-Genius; aber im Menschen istnicht sein Bild, sondern er selbst. . . .

Die Sonne glühte nocA halb über dem Erdball, der siezerschnitt; aber ich sah sie durch mein zerrinnendes Augenicht mehr, vergangen, verstummt, verhüllt, versunken imtreibenden, flammenden, reißenden, uferlosen Meere ummich. . . .