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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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ihren Stralen ergriff, die von einer Sonne zur andern reichen:so betete ich an, was ich nachfärben wollte, und sank Gottund der Göttin zu Füßen. . . .

Ich stand auf mit gelähmter Hand und übergab michdem steigenden Meere, das mich hob. Ich ging an alleEcken der großen Tafel mit Millionen Gedecken für riesen-hafte Gäste und für unsichtbare; denn meine Brust war nochnicht voll und ich ließ die Wellen, die hineinschlugen, leidendin mir steigen. Ich drängte mich in den tiefsten Schattender Schattenwelt, in welcher die in einen Stern zergangeneSonne entlegner schimmerte. Ich ging im Fichtenwaldvor dem Gezänk der Kohlmeise und vor dem einsamen Wüsten-laut der Drossel vorüber unter die singende Lerche hinaus.Ich ging im langen Abendthal an dem bewohnten Bach hin-auf und ein entzücktes Wesenchor wandelte mit mir, die hin-eingetanchte Sonne und die Mücke mit ihren Schrittschuh-Füßen liefen neben mir auf dem Wasser weiter, die groß-äugige Waffcrlibelle stoß auf einem Weidcnblatte dahin, ichwatete durch grünes auö- und einathmendeS Leben, umflogen,umsungen, umhüpfct, umkrochen von freudigen Kindern kurzerwarmer Augenblicke. Ich stieg auf den Eremitenberg undmeine Brust war noch nicht von dem Weltstrome voll, dem

sie leidend offen stand.-Aber dort richtete sich die

liegende Riesin der Natur vor mir auf, in den Armen tau-send und tausend saugende Wesen tragend und als meineSeele vom Gedränge der unzähligen bald in Mückengold ge-faßter Seelen, bald in Flügeldecken gepanzerter, bald mitZweifaltcr-Gesieder überstäubtcr, bald in Blumenpuppen ein-geschlossener Seelen angcrühret wurde in einer unendlichen,unüberschlichcn Umarmung und als sich vor mir über die