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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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Gustavs Brief.

Heute stieg ich zum zwcitcnmale aus meiner Höhle indie unendliche Welt alle meine Adern fluthen noch vomheutigen Nachmittage, mein Blut mochte sich mit den Erdenum die Sonnen drehen und mein Herz mit den Sonnen umdaS funkelnde Ziel, das neben dem Schöpfer steht. . . .

Die Nachtluft, die mein Licht umkrümmt, kühlet michvergeblich ab, wenn ich nicht die brennende Brust vor demAuge des Freundes aufdcckc und ihm alles sage. Ich nahmNachmittags mein Reißzeug, womit ich bisher statt der Land-schaften die Festungen, die sie verwüsten, schaffen müssen,und ging ins stille Land hinaus. Der Erdball glitt so leisewie der Schwan unter den Blnmeninscln, an die ich michlagerte, durch den Acthcr-Ozean dahin, der freundlicheHimmel bückte sich tiefer zur Erde nieder, cS war dem Her-zen, als müßt' cs im stillen weiten Blau zerfließen, alsmüßt' es von Fernen ein verhalltes Jauchzen hören, und essehnte sich nach arkadischen Ländern und nach einem Freund,

vor dem es zerginge- Ich setzte mich mit der Reißfeder

aus einen künstlichen Felsen neben dem See und wollte meineAussicht zeichnen die einander umarmenden Erlcnbäume,die das Ende des nmgckrümmten Sees zuhülltcn und belaub-ten die bunte Reihe der Blumcninscln, um deren sedeschon ein doppeltes Blumcnstück ihrer geschmückten Insula-nerin gcmalet schwamm, nämlich das bunte Blumcnbild, dasunter dem Wasser zum Spiegel-Himmel hinabgiug, und derSchattenriß, der auf dem zitternden Silbcrgrunde schwankte und die lebendige Gondel, der Schwan, der zu meinen

Füßen sich in hungriger Hoffnung drehte;-aber als

die ganze hoch aufgerichtete Natur mir saß und mich mit