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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
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nicht, daß sic da sci und er doch zu lieben die meistenGründe gegen unsre Liebe beweisen nur, daß unsre Liebeweniger den Grad als den Gegenstand verfehle u. s. w. Nichtblos ein mäßiger, sondern der höchste Grad der Leidenschaf-ten würde zulässig seyn, sobald sich ihr Gegenstand vorfände,z. B. die höchste Liebe gegen das höchste gute Wesen, derhöchste Haß gegen das höchste böse. Da aber alle Gegen-stände dieser Erde die Beschaffenheit nicht haben, die solcheScelcnstürme in uns verdienen kann; da also das Größte,was uns zu sich reißen, oder von sich stoßen kann, in andernWelten stehen muß: so sieht man, daß die größten Bewe-gungen unscrS Ich nur vielleicht außerhalb des Körpers ihrenvergönnten geräumigern Spielraum antreffcn.

Ueberhaupt ist Leidenschaft subjektiv und relativ: dienämliche Willcnsbcwegung ist in der stärkcrn Seele untergrößern Wellen nur ein Wollen und in der schwächer:: aufder glatter:: Fläche ein innerer Sturm. Unser ewiges Wol-len .fließet immerfort durch uns und in uns, wie ein Strom,und die Leidenschaften sind nur die Wasserfälle und Spring-fluthen dieses Stroms; sind wir aber zur Verdammung der-selben bloS durch ihre Seltenheit befugt? Ist nicht demkleinen Bach das Fluth, was dem Strome nur Welle ist?Und wenn wir im Feuer unsre Kälte und in der Kälte unserFeuer schelten: wo haben wir Recht? Und gibt die Dauerdes SchcltenS das Recht?

Ich fühle Einwürfe und Schwierigkeiten voraus, ja ichweiß cs und fühle, daß auf dieser nmwvlkten Regen-Kugeluns nichts gegen die äußern Stürme einbaue:: und bedeckenkann, als das Besänftigen der inner:: gleichwol fühl' ichauch, daß alles vorige wahr ist.