286
sein Element. . . . o dieser Engel könnte diese Menschensür untcrgcsunkne Engel halten nnd ihre Tiefe ^bedauernund ihre Thräncn im Meer. . . . Könnte man die Gräbereines Pythagoras (dieser schönsten Seele unter den Alten) —Plato's — Sokrates — Antonins (aber nicht so gut desgroßen Kato oder Epiktets) — ShakSpeare's (wenn seinLeben wie sein Schreiben war) — I. I. Rousscau'S undähnlicher in Einen Gottesacker zusammcnrückcn: so hätteman die wahre Fürstenbank dcö hohen Adels der Menschheit,die geweihte Erde unserer Kugel, Gottes Blumengarten imtiefen Norden. — — Aber warum nehm' ich mein weißesPapier und durchstcch' es und bestreu' es mit Kohlenstauboder Dintenpulvcr, um das Bild eines hohen Menschen hinein-zustäuben, indcß vom Himmel herab das große nie erblassendeGemälde herunter hängt, das Plato in seiner Republik vomtugendhaften Manne aus seinem Herzen auf die Leinwandtrug?
Die größten Bösewichter find einander am unkenntlich-sten; hohe Menschen einander in der ersten Stunde kenntlich.Schriftsteller, die darunter gehören, werden am meisten ge-tadelt und am wenigsten gelesen, z. B. der selige Hamann.Engländer und Morgenländer haben diesen Sonnenstern öfterauf ihrer Brust als andre Völker.
Ottomar führte mich ans die Leidenschaften: ich weiß,daß er, wenigstens sonst, nichts so haßte als Köpfe und Her-zen, die von der stoischen Stein-Rinde überzogen waren —daß er in seine Pulsadern Katarakten hinein wünschte undin seine Lungenflügel Stürme — daß er sagte, ein Menschohne Leidenschaft sei noch ein größerer Selbstling als einermit heftigen; einen den das nahe Feuer der sinnlichen Welt