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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
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gehren konnte daß Gustav vom letzten Verreisen an denvr. Fcnk einen Brief von Ottomar hcünLrachtc, den manzwar dem Leser nicht vorenthaltcn wird, von dessen Ucbcr-kommung man ihm aber nichts entdecken kann, weil manselber nichts davon weiß.

Aus allen diesen Dornen und aus der blcssirenden Heer-schau rettete unfern Gustav eine fremde Infamie. Nach dergedachten Rückkehr wurde in Obcrschccrau ein Offizier, dessenName» und Regiment man hier aus Schonung seiner vor-nehmen Familie unterdrücken will, für ehrlos erklärt, weiler mit Spitzbuben Verbindung gehabt. Als der Prosoß ihmin der Mitte des Regiments, das er entehret hatte, den De-gen und das Wappen zerknickte und die Uniform abriß undihm alles nahm, waö den gebückten Menschen noch in dieHöhe richtet im Unglück: so stürzte Gustav, dessen Ehrgefühlsogar ans den Wunden eines Fremden blutete und der nochnie den schwarzen Anblick einer öffentlichen Bestrafung er-lebt hatte, in Ohnmacht zusammen: sein erster Laut nachder Belebung war:Soldat gewesen aus ewig! Wennder arme Offizier unschuldig war oder wenn er besser wird:wer gibt ihm die ermordete Ehre wieder? Nur der un-trügliche Gott kann sie nehmen; aber der Kricgsrath solltenichts nehmen als das Leben! Die Bleikugel, aber nichtdie Infamie!" rief er wie in einer Verzuckung. Ich denke,er hat Recht. Zwei Tage war er krank und seine Phanta-sien schleiften ihn in die Räuber-Katakomben des Jnsamirtcn

hinein-zum neuen Beweis, daß die Ficbcrbildcr der

armen aus dem Krankenbette ins Grab hinciugcfoltcrtcnMenschen nicht immer die Steckbriefe und Abdrücke ihresInnern sind! Gemarterte Brüder! wie lieb' ich euch