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gehren konnte — daß Gustav vom letzten Verreisen an denvr. Fcnk einen Brief von Ottomar hcünLrachtc, den manzwar dem Leser nicht vorenthaltcn wird, von dessen Ucbcr-kommung man ihm aber nichts entdecken kann, weil manselber nichts davon weiß.
Aus allen diesen Dornen und aus der blcssirenden Heer-schau rettete unfern Gustav eine fremde Infamie. Nach dergedachten Rückkehr wurde in Obcrschccrau ein Offizier, dessenName» und Regiment man hier aus Schonung seiner vor-nehmen Familie unterdrücken will, für ehrlos erklärt, weiler mit Spitzbuben Verbindung gehabt. Als der Prosoß ihmin der Mitte des Regiments, das er entehret hatte, den De-gen und das Wappen zerknickte und die Uniform abriß undihm alles nahm, waö den gebückten Menschen noch in dieHöhe richtet im Unglück: so stürzte Gustav, dessen Ehrgefühlsogar ans den Wunden eines Fremden blutete und der nochnie den schwarzen Anblick einer öffentlichen Bestrafung er-lebt hatte, in Ohnmacht zusammen: sein erster Laut nachder Belebung war: „Soldat gewesen aus ewig! — Wennder arme Offizier unschuldig war oder wenn er besser wird:wer gibt ihm die ermordete Ehre wieder? — Nur der un-trügliche Gott kann sie nehmen; aber der Kricgsrath solltenichts nehmen als das Leben! — Die Bleikugel, aber nichtdie Infamie!" rief er wie in einer Verzuckung. Ich denke,er hat Recht. Zwei Tage war er krank und seine Phanta-sien schleiften ihn in die Räuber-Katakomben des Jnsamirtcn
hinein-zum neuen Beweis, daß die Ficbcrbildcr der
armen aus dem Krankenbette ins Grab hinciugcfoltcrtcnMenschen nicht immer die Steckbriefe und Abdrücke ihresInnern sind! — Gemarterte Brüder! wie lieb' ich euch