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schon Rousseau sagt, er könne nur den zum Freund erwäh-len, dem seine Heloise gefalle: so können Belletristen nursolchen Leuten ihr Herz verschenken, die mit ihnen Aehnlich-keit des Herzens, Geistes und folglich des Geschmackes habenund die mithin die Schönheiten ihrer Dichtungen so lebhaftempfinden als sie selber.
Was indessen Oefel an Gustav am höchsten schätzte,war, daß er in seinen Roman zu pflanzen war. Er hattein der Kadetten-Arche sieben und sechzig Exemplare studirt,aber er konnte davon keines zum Helden seines Buchs erhe-ben, zum Großsultan, als das acht und sechzigste, Gustav.
Und der ist gerade mein Held auch. Das kann aberunerhörte Leselust mit der Zeit geben, und ich wollte, ichläse meine Sachen und ein andrer schriebe sie.
Er wünschte -meinen Gustav zum künftigen Erben desvttomannischen Throns auszubilden, ihm aber kein Wort da-von zu sagen, daß er Großhcrr würde — weder im Roman,noch im Leben; — er wollte alle Wirkungen seines pädago-gischen Lcnkseils niederschreiben und übertragen aus dem le-bendigen Gustav in den abgedruckten. Aber da setzte sichdem Bileam und seiner Eselin ein verdammter Engel entge-gen; Gustav nämlich. Oefel wollte und mußte aus demKadcttcnhause, wo seine Zwecke befriedigt waren, ins alteSchloß zurück, wo neue seiner warteten. Erstlich aus demalten Schloß könnt' er leichter in die kartesianischen Wirbeldes neuen, der Visiten und Freuden springen und sich vonihnen drehen lassen; — zweitens könnt' er da mit seinerGeliebten, der Ministerin, besser zusammen leben, die alleTage hinkam und welche der Liebe die Tugend und die Liebeder Assemblern-Jagd aufopferte; — drittens ist die zweite