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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
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Gustav fuhr in einer Trunkenheit des Schmerzes, dieder schöne Himmel in Thränen auflösetc, nach Scheerauund hielt jede Schwalbe und Biene, die unserem Schlossezuflogcn, für glücklich; die nächsten zehn Jahre hingenals zehn Vorhänge vor ihm düster nieder;und liegen,fragt' er sich, Todtcngcrippe, Raubthiere oder Paradiesehinter den Vorhängen?" Was ohne Vorhang vorihm saß und dozirtc, sah er auch nicht, den Professor.Zwei Stunden vor Scheerau schrieb er mir mit jener flam-menden Dankbarkeit, die aus dem Menschen nur in seinemzweiten Jahrzehend so stralcnd bricht. Wie bei allen Seelen,die sich mehr von innen heraus als von außen hinein ver-ändern, stand in ihm der Barometer seines Herzens oft un-beweglich auf demselben Grade. Die Regenwolken und denRegenbogen in seinem innern Himmel brachte er nach Schee-rau mit; er trug sein überhülltcs Herz in das weite wicdcr-hallende Kadettenhaus, und in dessen Jahrmarktlärm auf denTreppen, und in das Kadetten-Feldgeschrei wie unter dieSchläge einer Kupferschmiede und Walkmühle hinein erwurde noch trauriger, aber mit mehr Schmerzen.

Das Merkwürdige im Zimmer, das er betrat und be-wohnte, waren nicht drei Kadetten denn sic waren Kurrcnt-Mcnschen, Scheidemünze und prosaische Seelen, d. h. lustig,witzig, ohne Gefühl, ohne Interesse für höhere Bedürfnisseund von mäßigen Leidenschaften sondern der Stuben-EphoruS, H. von Ocfcl, der mit dem Degen wie eine ge-spießte Fliege mit der Nadel lief. Oefel sing ihn sogleichzu beobachten an, um ihn Abends zu beschreiben; in Ge-sellschaften aber beobachtete er jeden, nicht um fremde Pfiffezu erlauschen, sondern um seine vorzuweisen. So lobte er