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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
255
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hcit im Himmel. Julius ruhte stumm und niedergedrücktmit umschließenden Armen auf dem eingcsunkncn Hügel, derauf den Staub seines zersplitterten Paradieses gewälzet war.

Die Töne der Nachtigall schlugen jetzo gleich hohen Wel-len an die Nacht da ermannte er sich, um ihr Lebewohlzu sagen. . . .

Leser! erhebe deinen Geist zu keiner Entzückung, dennsie wird bald in einem Krampf erstarren aber ich erhebemeine Seele dazu, weil sogar das tödtliche Niederstürzen ander Pforte des Paradieses schön ist unter dem Weggehendaraus!

Dem ersten Rufe der vertrauten Nachtigall antworteteplötzlich noch höher eine neue hergeflatterte von dicken Blü-ten gedämpfte Nachtigall, die immer unter dem Singen flogund jetzt aus der Blütenhöhle ihr melodisches Schmachtenziehen ließ. Die beiden Menschen, die das Scheiden ver-schoben und fürchteten, irrten betäubt der gehenden Nachti-gall nach und waren auf dem Wege zur seligen Blütenhöhle;sie wußten nicht, daß sie allein waren; denn in ihrem Her-zen war Gott; vor ihrem Auge schimmerte die ganze zweiteWelt voll auserstandner Seelen. Endlich erholte sich Klo-tilde, kehrte um vor der Nachtigall und gab das traurigeZeichen der Trennung. Viktor stand am Ufer seiner bis-herigen glückseligen Insel alles, alles war nun vorüber er blieb stehen, nahm ihre zwei Hände, konnte sie nochnicht anschauen vor Schmerz, bog sich mit Thränen nieder,richtete sich auf, als er leise reden konnte:Lebe wohlmehr kann mein schweres Herz nicht recht wohl lebe,viel besser als ich weine nicht so oft wie sonst, damitdu mich nicht etwan verlassen mußt. Denn ich ginge dann