„auch." — Lauter und feierlicher fuhr er fort: „denn wir„können nicht mehr geschieden werden — hier unter der„Ewigkeit reich' ich dir mein Herz — und wenn es dich ver-misset: so zerquetsch' es ein Schmerz, der über die zwei„Welten reicht. . . (Leiser und zärtlicher) Weine morgen„nicht, Engel — und die Vorsehung gebe dir Ruhe." —Wie ein Verklärter an eine Verklärte neigte er sich zurück-gezogen an ihren heiligen Mund und nahm in einem leisenandächtigen Kusse, in dem die schwebenden Seelen nur vonFerne mit aufgeschlagncn Flügeln zitternd einander ent-gegen wehen, mit leiser Berührung von den zerflossenenweichenden Lippen die Versieglung ihrer reinen Liebe, dieWiederholung seines bisherigen Edens, und ihr Herz undsein Alles-
— Aber hier wende die sanftere Seele, die die Donner-schläge des Schicksals zu sehr erschüttern, ihr Auge von demgelben großen Blitze weg, der plötzlich dvrch das stille Edenfährt! —
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„Schurke!" — schrie der herausstürzende Flamin mitsprühenden Blicken, mit schneeweißen Wangen, mit wie Mäh-nen hcrunterhängenden Locken, mit zwei Taschenpistolen inden Händen — „da nimm, nimm, Blut will ich," und stießihm das Mordgewehr entgegen; Viktor drängte Klotildcnweg und sagte: „Unschuldige! vermehre deine Schmerzen„nicht!" — Flamin rief in neuer Entflammung: „Blut! —Treuloser, nimm, schieß!" Matthieu fiel ihm in den rech-ten Arm, aber der linke drang bebend dem Viktor das Ge-schoß auf. — Viktor riß eS zu sich, weil die Mündung um