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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
256
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auch." Lauter und feierlicher fuhr er fort:denn wirkönnen nicht mehr geschieden werden hier unter derEwigkeit reich' ich dir mein Herz und wenn es dich ver-misset: so zerquetsch' es ein Schmerz, der über die zweiWelten reicht. . . (Leiser und zärtlicher) Weine morgennicht, Engel und die Vorsehung gebe dir Ruhe."Wie ein Verklärter an eine Verklärte neigte er sich zurück-gezogen an ihren heiligen Mund und nahm in einem leisenandächtigen Kusse, in dem die schwebenden Seelen nur vonFerne mit aufgeschlagncn Flügeln zitternd einander ent-gegen wehen, mit leiser Berührung von den zerflossenenweichenden Lippen die Versieglung ihrer reinen Liebe, dieWiederholung seines bisherigen Edens, und ihr Herz undsein Alles-

Aber hier wende die sanftere Seele, die die Donner-schläge des Schicksals zu sehr erschüttern, ihr Auge von demgelben großen Blitze weg, der plötzlich dvrch das stille Edenfährt!

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Schurke!" schrie der herausstürzende Flamin mitsprühenden Blicken, mit schneeweißen Wangen, mit wie Mäh-nen hcrunterhängenden Locken, mit zwei Taschenpistolen inden Händenda nimm, nimm, Blut will ich," und stießihm das Mordgewehr entgegen; Viktor drängte Klotildcnweg und sagte:Unschuldige! vermehre deine Schmerzennicht!" Flamin rief in neuer Entflammung:Blut!Treuloser, nimm, schieß!" Matthieu fiel ihm in den rech-ten Arm, aber der linke drang bebend dem Viktor das Ge-schoß auf. Viktor riß eS zu sich, weil die Mündung um