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die Sonne gerade den Fensterscheiben gegenüber brannte, vonder guten Aebtisstn mit jener seinen gerührten HöflichkeitAbschied, auf die sich in ihrem Stande der höchste Enthusias-mus einschränkte. Die feine Aebtisstn sagte ihm: „der Be-such sei so kurz, daß er unverzeihlich wäre, wenn nicht Vik-tor eS dadurch gut machte, daß er ihren zweiten Frühling-„Gast (Klotilden) überredete, den ihrigen zu verlängern; denn„auch diese verlasse sie bald." — Er schied mit einer gerühr-ten Achtung von ihr: denn sein weiches Herz wußte eben sogut hinter der Spitzenmaske der Feinheit und Welt, als hinterder Leder-Kruste der Rohheit das fremde weiche auszufühlen.
Als er freilich in den Garten eilte: stiegen die Thränenseines Herzens höher und wärmer — und ihm war, als müßteer den im Angesichte der Sonne ausgehenden Mond umschlie-ßen, da er dachte: „ach wenn deine bleiche Flocke heute lich-„ter droben hängt, wenn du allein niederschauest, bin ich ge-schieden von meiner Schäferwelt oder scheide noch." — Undunten ruhte neben der Nachtigallenhecke sein Julius, der HelleThräncnströme vergoß — denn dieser ganze Abend wimmeltvon immer größern Meerwundern des Zufalls — er eilt zuihm herab, der Brief des sogenannten Engels ist geöffnet inseiner Hand, Viktor sagt leise: „Julius, warum weinest du„so?" — „O Gott, sagte dieser gebrochen, führe mich unter„eine Laube!" — Er leitete ihn zur überflorten. Juliussagte darin: „recht! hier brennt die Sonne nicht!" und schlugden rechten Arm um Viktor und gab ihm den Brief undlegte den Arm herum bis an sein Herz und sagte: „du guter„Mensch! sage mir, wenn die Sonne nieder ist, und lies mir„noch einmal den Brief des Engels vor!"
Viktor fing an: „Klotilde!" — „An wen ist er?" sagt'