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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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mit sie den Hellen Vorgrund des Tages zu einem dämmern-den Hintergrund ummalte, mit dem gestrigen Mondscheinüberdeckt; und unter diesem Leichenschleier der erblichenenNacht setzte er sich vor, dem verarmenden Herzen heute seineletzte Freude ganz im Nebermaß zu gönnen, nämlich seinSehnen. Er trat aus dem Flor, aber der nächtliche Mond-schein wich nicht von der Flur; er schaute auf in den blauenHimmel, der uns mit Einer langen Flamme betastet, aberdie verhüllten Sterne derWinternacht schickten herausquellcndekleine Stralcn an die verdunkelte Seele; er sagte sich zwar:der Eisberg, aus dem bisher meine Vernunft halbe Berg-predigten abgelegt, ist unter der Freudenglut zu einem Maul-wurfhügel eingelaufen," aber er setzte hinzu:heute frag'ich nach nichts."

Er kam zu Emanuel mit nassen Augen. Dieser sagteihm, daß sich das erste Glied der gestrigen Blumenkette, näm-lich der Britte mit seinen Leuten, schon in der Nacht abge-löset habe. Aber je länger er Emanuel ansah und an mor-gen dachte denn morgen lehnt auch er vor Tags die Gar-tenthüre dieses Paradieses leise hinter sich zu, und heuteNachmittags nimmt er von der Aebtissin und Abends vonder Geliebten Abschied, um diese nicht im Ablesen der bekann-ten Engels-Epistel zu hemmen desto drückender waren seineAugen gespannt und er ging lieber mit einem sich selber voll-blutenden Herzen hinaus ins Freie und führte den Blindenmit, der nichts errieth, nichts erblickte, und vor dem manohnehin wie vor einem Kinde gern sein Innerstes entkleidete.

Aber diesesmal war Julius in derselben Erweichung,weil er den ganzen Morgen den Engel in seiner dämmern-den Seele spielen und fliegen sehen. Die Sehnsucht nach